Erinnerungen

...schön war es im März vor 18 Jahren!

Wenn man etwas älter wird, da fängt man an, in Erinnerungen zu kramen. Und glauben Sie mir, sie sind so präsent, als wäre es gestern passiert.(wir haben jetzt 2014)

So geht es mir gerade, mit der Erinnerung an eine Tour mit Reisebüro Kollegen im März 1996 nach Sri Lanka.

Ich freute mich auf diese Reise, obwohl ein komisches Gefühl vor Antritt damals schon da war, denn am 31. Januar 1996 - verwandelte ein schwerer Terroranschlag ein Geschäftsviertel von Colombo in ein flammendes Inferno. Auslöser der Katastrophe war ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen, der in das Gebäude der Zentralbank raste. Bei einer weiteren Explosion wurden dann noch acht Hochhäuser zerstört. Das Attentat tötet 88 Menschen.

 

"Das Tsunami Unglück im Jahre 2004 traf Sri Lanka in einem sehr starken und somit zerstörerischen Ausmaß. Die am 26. Dezember auf Sri Lanka eintreffenden Tsunami Wellen trafen die Insel ohne jegliche Warnung und Vorbereitungsmöglichkeiten für die Bevölkerung. Entsprechend hoch waren sowohl Opfer und Verletzte, als auch die durch den Verlust ihrer Häuser, für die Zukunft Obdachlosen aus dieser Naturkatastrophe. Insgesamt trafen 13 Tsunami Flutwellen die Insel. Dabei waren mit Ausnahme des Nordens sowohl der Südwesten, der Südosten als auch der Süden von Sri Lanka die betroffenen Gegenden.Mit dem Ende des Bürgerkriegs im Mai 2009, der ja fast 3 Jahrzehnte währte, können Reisen nach Sri Lanka nun wieder als sicher eingestuft werden, sogar der Norden und Osten sind frei zugänglich für Touristen! Seitdem hat es keine Anschläge mehr gegeben und im Land ist ein deutlicher Aufschwung spürbar."

Die Wunden von Krieg und Tsunami sind verheilt, Sri Lanka ist wieder da!

Hier mein kleiner Bericht von einer Reise 1996

 

Unsere Gruppe von 50 Leuten wurde auf der Fahrt vom Airport Colombo zum Hotel, mit großem Sicherheitspersonal begleitet. Das machte mich damals sehr traurig, ich hatte sogar geweint, denn die Armut und die bettelnden Kinder, noch nie war ich mit soetwas konfrontiert worden.

Es war ein Nachtflug, so dass wir morgens landeten und nach ca.1 Stunde Busfahrt im Hotel ankamen.

Wir hatten alle Einzelzimmer, was natürlich immer sehr angenehm ist, besonders für mich, denn ich habe die Angewohnheit sofort meinen Koffer auszupacken und meine Sachen auszubreiten. Kurzum ich bereite in meinem Hotelzimmer fast immer ziemliches Chaos. Jedenfalls habe ich in Erinnerung, dass wir nur kurz Zeit hatten uns frisch zu machen, dann wollten wir uns treffen zum Kennenlernen, sowie den Verlauf der Woche absprechen.

Doch vorher huschte  ich noch schnell in die Dusche, um mir die Übernächtigung abzuspülen. Ich schob die Glastür zu und hörte ein kurzes Klicken. Unbedacht dessen, duschte ich  mich ausgiebig und fühlte mich endlich wieder als Mensch. Dann wollte ich die Glastür aufschieben, um mein Handtuch zu greifen, aber es ging nicht.

Kein Griff, nichts was ich betätigen konnte, um diese Plexiglastür aufzuschieben. Ich sah durch das Glas, das es einen Griff gibt, aber eben außen, sowie ein Schließer, aber  der war ja nun zu. Meine Diagnose lautete, ich war gefangen.

Da hatte man also den Riegel außen statt innen angebracht. Andere Länder, andere Sitten dachte ich. Das hatte ich nun von meinem Einzelzimmer, keiner war da weit und breit. Ich saß fest.

Nur gut, dass es warm war und so warm sogar, das mein " frisch geduscht sein" nur kurz angehalten hatte. Ich schwitzte schon wieder. Nun konnte ich rütteln wie ich wollte, die Glastür bewegte sich keinen Milimeter.

Ich rief etwas zaghaft „Hilfe! Kann mir jemand bitte helfen?“  Aber wer sollte mir helfen? Wenn mich niemand hört.

Ich hatte mein Zeitgefühl verloren. Unsere Gruppe saß bestimmt schon zusammen, deshalb war auch im Nebenzimmer niemand der mich hören konnte. Ach und mein Zimmer hatte ich ja auch von innen verschlossen. Ich wartete nun und ab und an, kam ein kläglicher Hilferuf von mir. Nur gut das es warm war, so setzte ich mich in die Dusche und hoffte, dass mich mal irgendwer hörte, oder jemand der auf dem Gang lang laufen würde.

Dann plötzlich, nach gefühlten Stunden, klopfte es an meiner Tür: „Angie, bist du eingeschlafen?“ Ich rief ganz schnell und laut „ NEIIIIN bitte Hilfe!!“ Nur gut, man hatte mich beim Meeting vermisst und dachte, ich bin eingeschlafen! Mein Retter holte den Zimmerservice, der die Zimmertür öffnete. Und dann, Er mein Retter, öffnete behutsam die Duschtür, reichte mir galant das Handtuch. Ich rief natürlich "wegschauen bitte" und ich weiß noch, dass ich knallrot wurde.

Kannte ihn ja nur vom Flug. Er lachte sich jetzt über mich kaputt. Hastig zog ich mich an und folgte ihm, die anderen waren alle schon beim Mittagessen....

Für Sri Lanka ist es wichtig die Tropen und reisemedizinische Information“ zu beachten. Unter anderem wird empfohlen, die vorbeugende Einnahme, eines Malaria Medikaments. Damals noch Lariam, heute überholt. Es gibt verträglichere Medikamente. Man sollte sich vor einer Reise nach Sri Lanka unbedingt bei seinem Hausarzt, sowie im Tropeninstitut informieren, welches Medikament für einen selbst ratsam und verträglich ist.

Bei mir zeigte sich gleich am ersten Tag, einer dieser Nebenwirkungen von Lariam und zwar die Schlafstörung. Ich war einfach nicht müde zu bekommen. Ich sagte mir jedoch, warum sollte ich diese schöne Zeit mit Schlafen verbringen. So saß ich die ganze Nacht auf der Terrasse und träumte vor mich hin.

Am nächsten Morgen ging es ja auch gleich weiter. Wir wurden zeitig mit einem Bus abgeholt und unsere Rundreise begann. Ich war aufgeregt, was mich da alles erwartet.

Wir befanden uns nun auf der Rundreise und mussten ab jetzt zu zweit in den Hotelzimmern unterkommen. Meine Zimmer Kollegin/Genossin war ganz nett, wies mich jedoch gleich auf Dinge hin, die sie nicht mochte. Ich sagte“ ja klar doch“, doch welche Dinge das waren dazu später.

Wenn man Sri Lanka, dieses Reiseziel zur Wahl seines wohlverdienten Jahresurlaub macht und plant, sollte man unbedingt die ersten 3 bis 5 Tage eine Rundreise buchen, erst danach ein Badehotel, direkt am schneeweißen Sandstrand.

RUNDRESEISEBESCHREIBUNG

Genau so ist auch meine Rundreise verlaufen und ich selbst war trotz dieses aufputschenden Malaria Medikaments abends ziemlich down, wie wir alle.

Nach der Rundreise hatten wir noch Zeit, die restlich verbleibenden 3 Tage in einem Hotel am Strand zu relaxen.

Es war ein Traum und diesen Traum wollte ich auch jede Minutegenießen. Das Lariam, brachte immer noch seine Wirkung und somit beschloss ich für mich einen 24 Stunden Tag. Na sagen wir 20 Stunden mit 4 Stunden Schlaf. Das ist natürlich schon mal Punkt 1, mit dem meine Zimmer Kollegin nicht klar kam. Sie wurde nach der ersten Nacht ziemlich biestig.

Meine männlichen Kollegen, auch mein Retter, fanden das super toll und so lehrten sie mich alle Regeln des Snooker, bei viel Campari- Soda. Wir hatten so viel Spaß und zur Info, nach diesen 3 Nächten Snooker spielen, war ich der Superstar und schlug sie allesamt.

Doch ich wollte von Sri Lanka erzählen und nicht von meinen Eskapaden.

 

Fragt man Menschen auf ihrer Reise durch Sri Lanka, welcher Strand der schönste und empfehlenswerteste ist, wird man bei zehn Personen wahrscheinlich zehn verschiedene Antworten erhalten. Hier die Strandtipps http://www.srilanka-reise.info/straende-beaches-srilanka/

Ich bin nach dieser Sri Lanka Reise natürlich noch viel in der Welt herum gekommen. Doch diese Strände empfinde ich noch heute als die „Traumstrände“ überhaupt.

Unberührt und weiß und das haben wir den Hoteliers zu verdanken, denn die Strände werden nicht mit Liegen verschandelt. Die Anlagen zwischen Hotel und Strand sind immer noch so breit, dass dort genügend Platz für die Liegen ist.

Auch diese Website finde ich sehr informativ

http://www.sri-lanka-reisebericht.de/

Der Besuch einer der Schildkrötenfarmen war definitiv ein Highlight auf meiner Reise durch Sri Lanka. Freiwillige Helfer führten uns gegen eine kleine Spende in der Farm herum. Sie vermitteln Hintergrundwissen und machen auf die Notwenigkeit der Institution aufmerksam. Wir hatten gerade die Zeit erwischt, zu der die kleinen Baby-Schildkröten ins Meer wandern sollten. Wir stellten uns in einer Reihe, so ca. 10 Meter vom Meer entfernt auf und auf Kommando sollten wir dann die Babys, die sich jeder vorher aus dem Überlebensbecken genommen hatte, frei lassen. Eine Art Wettkampf begann, denn welches Baby schaffte es zuerst. Also ich wollte mein Baby nicht aus der Hand geben, es war zu süß und ich wollte es am Liebsten in meiner Hosentasche verschwinden lassen. Aber die Aufpasser achteten darauf, dass so etwas nicht passiert. Ich denke die kennen ihre Touristen zu gut. Also ließ ich dann mein Baby schweren Herzens auch frei, stupste es immer an, denn es wollte auch immer wieder zurück zu mir, doch es sollte ja nun schnell robben. Es kam dann irgendwann auch mal am Meer an, nicht als erster, doch es verschwand dann in den Wellen. Ob es denn auch geschafft hat zu überleben? Das frage ich mich oft, denn wenn man sich vor Augen hält, dass es im Schnitt von 1000 am Strand geschlüpften Schildkrötenbabys (die dann in die Zuchtbecken kommen) dann gerade mal 1 bis 3 Schildkröten schaffen, im Meer erwachsen zu werden.

Noch ein Highlight war der Besuch des Waisenhauses für Elefanten von Pinnawela. Das Elefanten Waisenhaus liegt in der Nähe der Stadt Kegalla, nicht weit entfernt von der Königsstadt Kandy.

In diesem Waisenhaus werden kleine Elefanten aufgezogen, die keine Kontakt mehr zu den Muttertieren haben. Oft werden die verwaisten Jungtiere von Wildhütern dann aufgefunden und in das Waisenhaus gebracht. Aber auch viele der Elefanten wurden von ihren Besitzern ausgesetzt, oder sind Opfer des Bürgerkrieges geworden. Das Gebiet für die Elefanten ist etwa 25 Hektar groß.
Es leben oft 70 bis 80 Elefanten als Herde zusammen. Die Besucher können die Elefanten bei einem Bad, bei der Fütterung am Vormittag oder am Nachmittag erleben und den Elefanten dabei sehr Nahe sein. Gegen Mittag werden auch einige der kleinen Elefanten im Freigelände der Parkanlage mit der Flasche gefüttert. Ach das war echt süß anzusehen.

Beim Baden zuzusehen war auch lustig, noch lustiger war, dass der Wärter auf mich zeigte und mit Gesten mir vermittelte, ich solle zu ihm kommen. Ich durfte den Elefanten den Rüssel streicheln. Ganz unglaublich zart fühlte sich die Elefantenhaut an. Und dann, hob der Elefant sein Bein und als würde ich es jeden Tag tun, stieg ich auf seinen Rücken. Der Wärter führte dann meinen Elefanten in die Mitte des Flusses und eh ich mich versah, war sein Rüssel voll Wasser und er trompetet es hinter sich, als Dusche natürlich. Doch der Elefant hatte vergessen das ich auf seinen Rücken saß. Er hörte nicht auf, denn immer und immer wieder bekam ich eine Dusche. Meine Kollegen am Ufer lachten sich kaputt. Der Wärter hatte dann erbarmen mit mir und führte den Elefanten zurück ans Ufer. Der Elefant war ganz lieb, gab mir wieder sein Bein, das ich runter klettern konnte. Ich war so was von nass, doch es war warm und in kurzer Zeit war ich wieder trocken. Ich war der Held des Tages.

Für Sri Lanka gibt es nicht die beste Reisezeit. Das Land ist das ganze Jahr über bereisbar. Das macht diese Insel im indischen Ozean für die unterschiedlichsten Menschen bzw. Ansprüche an eine Reise so attraktiv. Doch warum gibt es hier nicht so etwas wie die beste Reisezeit? Zum einen wird die Insel von zwei komplett unterschiedlichen, sogar gegensätzlichen Monsunen beeinflusst. Diese beeinflussen das Klima an ganz unterschiedlichen Orten und zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Darüber hinaus hat das Land mit den Küstengebieten sehr attraktive Regionen mit einer zwar etwas höheren Luftfeuchtigkeit, jedoch auch höheren Temperaturen. Zum anderen bietet das Hochland ein milderes Klima mit konstanteren Temperaturen.

Sri Lanka heißt, frei übersetzt, „strahlend schönes Land“. Und das ist kein bisschen übertrieben!   (Studiosus Reisen München)

 

Diese Reise bleibt mir unvergessen!          R.I.P HJ.L.

 

..und ich muss noch einmal in meinem Leben dort hin!

 

Gern berate ich Sie!

Ihre Angelika Pörsch

 

 

 

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