Thomas Cook Reisen Premium Camp 2010

 

 

..und so wie ich alles erlebte.

 

Mein Flug ging Mittwoch 13:30 Uhr ab Leipzig. Vorsichtshalber hatte ich am Abend zuvor, noch einmal auf mein Ticket geschaut und fand, dass mir genügend Zeit, auch noch am Mittwoch früh bleibt, den Koffer zu packen. Was ich  dann auch gleich nach dem Aufstehen  tat und er war wieder mal  so voll, dass ich ihn kaum zu bekam. Doch ich bin ja schließlich eine Reisefrau vom Fach, die darf das. „Oh“ mir fiel ein, die Zahnpasta, wenn ich die jetzt einpacke, gibt es Ärger, denn meine Mitbewohnerin steht dann heute Abend schimpfend im Bad. Wollte ich ja sowieso noch einmal kurz im Büro vorbei schauen, ob es noch etwas zu klären gibt und kann nebenan im Markt noch Zahnpasta kaufen.

So etwa 5 Minuten vor 12 Uhr waren meine Sachen im Auto verstaut, ich schon leicht gestresst. Schnell nun noch im Büro vorbei und auch noch Emails checken. So saß ich am Computer und es kam noch dies und jenes Telefonat, da meinte meine Kollegin „ denken sie nicht das sie nun los fahren müssten?“ Ich meinte „ ja oh, ich muss dringend los, da bin ich eine Stunde vor Abflug am Check In“. Ich flitzte schnell noch in den Einkaufs Markt gleich neben an, holte meine Zahnpasta und Kaugummis und rannte zum Auto, denn es fing an in Strömen zu regnen. Meine Haare waren nun hinüber, hätte ich mir auch das Föhnen sparen können.

Die Uhr im Auto zeigte 12:20 Uhr und  ich fahre ca. 20 Minuten zum Flughafen, wird knapp aber noch im Rahmen, dachte ich. Ich fuhr auf die A38 auf und doch was war das, der Regen wurde immer schlimmer und meine Scheibenwischer schafften es nicht mehr die Regenmassen so zu zerteilen, das ich genügend Sichtweite hatte die Strasse gut zu sehen. Es ging nur im  Schritttempo, wie auch die anderen Autos vor mir. Nun wurde mir schon etwas Angst und ich bereute mal wieder so sorglos mit der Zeit umgegangen zu sein. Nach ca. 15 Minuten Schritttempo, ging der Regen etwas zurück und ich konnte etwas schneller fahren. Im Parkhaus des Flughafens dann endlich angekommen und  natürlich noch einige Runden gefahren, um einen Abstellplatz für mein Auto zu finden. Auto geparkt, Koffer aus dem Auto, alles in einen Tempo, was für zuschauende Passanten ziemlich komisch ausgesehen haben musste, denn ich zog meinen schweren Koffer, auf ihn die Handgepäcktasche, Handtasche über der Schulter und Jacke unter dem Arm, schnell hinter mir her. Alles rutschte dann vor der Pendeltür zum Terminal  zusammen und ich hatte Mühe alles wieder zu richten und ohne mich einzuklemmen durch die Tür zukommen. Warum gehen diese Türen nicht automatisch auf fragte ich mich wütend und suchte meinen Check in Schalter. Ich kam schnaufend an, da war es 40 Minuten vor Abflug, ich hab es geschafft, suchte mein Ticket und legte es auf den Counter. Den Koffer  schon bereit auf das  Band zu stellen, da meinte die Dame von der Abfertigung „wir haben soeben den Schalter geschlossen, ich kann sie nicht mehr mit nehmen“. Ich ganz ruhig, „ach was, ich gehöre zu der Premium Camp Gruppe, es ist alles reserviert, ich werde erwartet“, die Dame „ Nein tut mir leid, ich habe alles geschlossen, egal wer sie sind!“ Ein Adrenalinstoß machte sich in meinen Körper breit und ich begann zu zittern, was nun fragte ich mich. „Junge Frau kommen sie zu mir, ich kann sie noch einchecken“  Puh, was war das! Vom Nebenschalter strahlte mich ein junger Mann an und ich strahlte zurück. Ich war ihn so etwas von dankbar, denn hatte schon vor gehabt den Piloten von TUIfly.com zu verlangen, er hätte mich sicher mitgenommen, denn bin  ja eine Reisefachfrau und 40 Minuten vor Abflug kann ich doch verlangen einzuchecken.

So, also mein Koffer war weg, die Bordkarte stolz in der Hand, hätte ich sie am liebsten dieser Tussi vor der Nase herum gewedelt.

Ich schlenderte den langen Weg zum Hauptterminal entlang, hatte ja nun noch viel Zeit und bedauerte all die Reisebüros, wie sie nur Überleben können bei dieser gähnenden Leere. Aber nicht mein Problem, ich fliege gleich nach Kreta es heißt „Erleben Sie mit uns den Erfolg“  und da dürfen nur die Besten Reisefachleute mit und  da ich mit dabei bin, lächelte ich vor mich hin. Zumal  ich im Programm gelesen hatte " Highlights mit  Workshops von bekannten Referenten  und Motivationstrainern „ , da war es doch zu vermuten ich komme total relaxt zurück.

Noch einmal zur Toilette, dann kurz zur Info, wegen dem Tausch des Parktickets, aber das ging wohl noch nicht, ich sollte bei der Rückankunft wieder kommen. Schnellen Schrittes nun zur Kontrolle und zeigte den beiden Damen stolz meine Bordkarte und Reisepass. Man winkte mich an das Board zum Durchleuchten vom Handgepäck. Mir schien ich war die Einzige und  ein  freundlicher ältere Herr meinte ich sollte meine Tasche auf machen  und  meine Kosmetiktasche zeigen, was ich gern tat. „Wo ist ihr Plastikbeutel“ fragte er mich!“ Oh ist das immer noch so? Was mache ich denn nun?“ Er meinte „keine Sorge, hier schauen sie der  Automat 1€ und da können sie Plastiktütchen kaufen“. Was ich auch schnell tat. 2 Beutel waren in der Packung drin und der Herr half mir schnell meine Utensilien in diese 2 Beutel zu verstauen. Alles wieder in die Kosmetiktasche und  in mein  Handgepäck gepackt, wo auch mein kleiner Baby Laptop sich befand, den interessierte jedoch niemand. Nun wanderte meine Tasche gefolgt von meinen Gürtel, Kette, Armreifen und auch meiner Handtasche auf dem Band zum Durchleuchten. Ich musste jetzt nur noch durch die Kontrolle, es piepste wie immer bei mir, dann natürlich Schuhe ausziehen, die wieder zum Durchleuchten gingen, ab tasten , na ja eben das volle Programm sozusagen. Ich legte meinen Gürtel wieder an, sowie meinen Schmuck und wollte mein Handgepäck zu mir nehmen, da meinte diese Dame die dort verantwortlich war, ich sollte bitte noch einmal meine Kosmetiktasche aufmachen, was ich auch wieder tat. „Sie haben 2 Plastikbeutel, das ist nicht gestattet, bitte entsorgen sie hier in die Mülltonne einen Beutel davon“. Ich total entsetzt und meinte „ wie bitte? Also ich bin eine Reisefachfrau und es ist gestattet Flüssigkeiten bis je 100 ml und in Summe 1Liter, mit im Handgepäck zu transportieren. Ich habe 2 Beutel a 500ml, ergo sind das 1Liter junge Frau „. Ich noch sehr ruhig und sie antwortete „ Es ist nur ein Beutel gestattet, bitte entsorgen sie einen Beutel“ ermahnte sie mit Nachdruck und ohne mit der Wimper zu zucken, zeigte wieder auf die Mülltonne gleich neben ihr. Das war für mich so unlogisch, was ich auch den Wachmann, den sie bat ihr zu Hilfe zu kommen, sofort erklärte. „Wieso bitte schön, verkaufen sie Plastikbeutel a 500ml, ihr Kollege hilft mir beim umpacken und die Kollegin meint ich soll einen Beutel weg werfen?“ Das war für mich zu viel und ich wurde etwas nervös und bat nochmals ganz höflich, mir diese 2 Beutel zu gestatten, da es teure Kosmetik sei und ich es auf Kreta auch brauche. Sie verzog keine Miene und zeigte nur mit dem Finger auf meinen Beutel und zur Mülltonne, ohne einen Ton von sich zu geben. Ich konnte es nicht fassen und der Herr Wachmann schaute auch noch grinsend und mit den Schultern zuckend zu. Ich stopfte in den einen mir verbleibenden  Beutel rein was ich konnte und musste mich dann von meiner Anti- Falten- Creme, Haarspülung  und meiner Zahnpasta (wegen der ich fast den ganzen Flug verpasst hatte) trennen. Zitternde Hände vor Wut, packte ich die mir verbleibenden Dinge fein wieder in meine Kosmetiktasche und meinte sehr laut, so das es alle hörten „das hat ein Nachspiel “ Man schaute mich sehr verschmitzt an, ich sah sie alle nahmen mich nicht für voll und ich hätte gern noch weiter diskutiert.

Plötzlich hörte ich aus den Lautsprecher „Frau Angelika Gelenbe ihr letzter Aufruf zu den Flug nach Herakleon, kommen sie unverzüglich zu Gate 24“ Na klasse, dachte ich und  rannte los, fluchte noch mehr über den eben sinnlosen Vorfall. Auch ärgerlich wieder über mich selbst, das ich diesen ganzen Grimms Krams nicht in den Koffer gepackt hatte. Jeden meiner Kunden rate ich, nehmen sie keine Flüssigkeiten, Kosmetik oder ähnliches mit ins Handgepäck. Doch selber mal wieder nicht nachgedacht!

Kreta und das Aquilia Rithymna Beach Hotel, hatten mich schnell den Start meiner Reise vergessen lassen. Eine tolle Suite, liebevoll mit Blumen dekoriert, Obst und  eine Flasche Champagner erwarteten mich, als ich die Tür öffnete und brachten mir Entspannung pur. Zumal ich dann noch im Bad all die Dinge, die ich noch in Leipzig in die Mülltonne werfen musste und für meine Haut und Haare brauchte, da stehen hatte.

Es waren rundum 4 gelungene Tage mit einer  perfekten Organisation von Thomas Cook und dem Gastgeber. Eine Mischung aus Informationen, Produkt- und Zielgebietstraining und auch Erholung. Das besondere Highlight war für mich , ihn kennen zu lernen, den  Bestseller Autor und Dipl. Sportwissenschaftlers  Slatco Sterzenbach. Sein Vortrag über „der perfekte Tag“,

wenn auch nur kurzweilig, doch wissenschaftlich fundiert, zog er mich in seinen Bann und bewirkte genau das was ich brauchte. Motivation!

Visionen und Ziele sind nur so erfolgreich, wie Sie kontrollierbar und in tägliches Tun umgewandelt werden können“ ist unter anderem ein Erfolgsgeheimnis von ihm.

Ich verstaute diesmal alles im Koffer, konnte ich ja jetzt da es wieder nach hause ging, alles zusammen pressen. Die vielen Geschenke von dem Gastgeberland wollte ich ja unbedingt gern mitnehmen. Auch konnte ich der Versuchung die Bodylotion, mit Zimtgeruch aus meinen Badezimmer mit zunehmen, nicht widerstehen. Ich schätzte mal, 5kg Übergepäck, doch kann mir ja nichts passieren als Reisefachfrau.

Ich konnte am Abflugtag noch schön frühstücken und mich eine Stunde in meinem Liegestuhl bei Meeresrauschen von den neuen Eindrücken der Insel verabschieden.

Mit dem Transfer Bus dauerte die Fahrt ca. eine Stunde und ich hatte meinen Ipod im Ohr.

Die Schönheit der Insel mischte sich mit meiner Musik und war voll am träumen, als wir am Airport ankamen.

Anstehen am Check In war nicht, denn wir waren ja Premium Camp Gäste und wurden bevorzugt, an einem eigens für uns eingerichteten Schalter. Doch ich sah wie alle möglichen Fluggäste an anderen  Schalter ihre Koffer auf machten und umpackten. Fragte um mich, was das zu bedeuten hätte und erfuhr das man ab jetzt bei den Airlines sehr streng geworden ist, wegen des Übergepäck und bekam auch gleich zu hören, Reisefachleute machen da keine Ausnahme. Ach je, dachte ich, ich hab auf jeden Fall 5 kg, das wären ja 50,00 € für mich, wenn man jetzt pro kg 10,00 € nachzahlen muss. Ich schaute schnell vor und nach mir, die am Check in stehenden Personen durch, kannte ich jemanden? Begutachtete ihr Gepäck und da fiel mir ein einzelner Herr auf, der nur einen kleinen Koffer hatte. Ich stürzte zu ihm hin und erklärte meine Situation und das, wenn wir gemeinsam einchecken, da sein Koffer nicht aussah, als hätte er 20 kg, wir ja gemeinsam 40 kg haben können. Er begriff was ich meinte und freute sich, denn nun  wusste er gleich, wer im Flieger neben ihn saß. Oh, es waren dann zusammen wirklich 40,8 kg, ich sah noch das mein Koffer 28 kg wog :-)) Dank den Herren, dass sie immer mit nur ein paar Sachen auskommen. Also Glück gehabt, alles gut nun und ich saß in netter Begleitung bis Leipzig im Flieger.

Pünktlich gelandet und mein Koffer einer der ersten auf dem Kofferband ging ich noch schnell zur Airportinformation, da ich noch mein Parkticket umtauschen musste. Ich als Reisefachfrau darf nämlich in Leipzig kostenlos parken! Ich war noch vor dem Hinflug nach Heraklion  schnell an der Info gewesen und wollte es umtauschen, hab jedoch bemerkt, das ich meinen DRV Ausweis oder die Easy Way Karte nicht dabei hatte.

Ich bat meine Kollegin diese Ausweiskopie bitte an die Info des Airports zu faxen, damit ich beim Rückflug schnell mein Parkticket umtauschen kann. Das Fax war auch da, die Informationsfrau zeigte es mir und da war ganz dick mit Rot markiert: Valid  thru 04/2010  Sie meinte „Heute ist er 23.Mai und ihr DRV Ausweis  ist abgelaufen , sie  müssen ihr Ticket bezahlen.“  Ich versuchte mit ihr zu diskutieren, da ich ja 20 Jahre selbständig mit ANGIS WORLD TRAVEL bin, legte  meine Visitenkarte hin  „NEIN nichts zu machen“, meinte sie „ich kann da keine Ausnahme machen.“ Ein Informationsherr gleich nebenan auch am Counter sprach mich an und meinte, „sie können gleich hier bezahlen ich hab schon ihre Karte.“ Ich war schon wieder schweißgebadet, schleppte meinen Koffer und das Handgepäck zum anderen Schalter, zog meine EC Karte und gab sie den Herrn recht barsch, er meinte plötzlich „Ihre Karte geht nicht “ ich „wie geht nicht? Sie ist ok, bitte versuchen Sie es noch einmal, sonst bitte hier auch  noch  meine Kreditkarte.“ Es tut mir leid diese funktioniert auch nicht“, ich war kurz vorm Platzen und sagte „ich lasse meinen Koffer  jetzt schnell hier stehen, wo ist ein Automat?“ er „ ist da am anderen Ende, aber den Koffer können sie hier nicht stehen lassen, ich passe nicht auf ihn auf, nehmen sie ihn bitte mit“ „Und mein Parkticket?“ er „das steckt  hier im Automat, beeilen sie sich, ich warte auf sie.“ Ich zog los mit meinem ganzen Gepäck und suchte den EC Automaten. Meine Karte funktionierte und ich bekam mein Bargeld, wollt er mich nur ärgern schoss es mir durch den Kopf, zog wieder mein Gepäck hinter mir her, ging zu dem Infoherren und knallte ihn die 55,00 € auf den Counter „ mein Parkticket und die Quittung!“ Ohne Auf Wiedersehen oder Tschüss trollte ich zum Aufzug und  nach etwas suchen fand ich mein Auto.

Im Hinterkopf hatte ich immer noch Slatco´s Vortrag „der perfekte  Tag“ – meiner ist dann bestimmt erst morgen!

 

Angelika Pörsch

 

„Die meisten Menschen jagen mit solch atemloser

Hast dem Vergnügen nach, dass sie an ihm vorbei

eilen.“ (Søren Kiergegaard

 

 

 

 

 

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